HOLE IN ONE

HOLE IN ONE
HOLE IN ONE am 26.05.2011 um 15:25 Bahn 7

Sonntag, 30. August 2009

HM im Ostallgäu

Nachdem es für mich irgendwie nie klappt mit Wettkämpfen, hab ich halt eine Privathalbmarathon ins Leben gerufen.
Ausschreibung:
Start:
30.08.09 um 15:09 Uhr bei jeder Witterung
Startgeld: Entfällt
Verpflegung: Kannst die Birne unter den Wasserhahn halten, wenn du wieder Daheim bist.
Anfahrt: Entfällt
Wertung: Klasse M40
Preise: Heisse Küsse von einem zauberhaften Hasen im Zielbereich für den Sieger.
Es gibt KEINE Finishermedaille

Pünktlich um 15:09 Uhr und 23 Sekunden (ungefähr) fiel kein Startschuß.
Mit virtuell Partner am Handgelenk sollte eine Zielzeit von 1:45 statt finden.
Die Streckenführung war individuell, den spontanen Gedankengängen des Starters angeglichen worden.
Was es zu bemängeln gab: Es gab nirgends ein Kilometerschild. Sauerei.
Zunächst gings von Biessenhofen nach Ebenhofen. Von dort nach Altdorf, Kreen, Bertoldshofen, Hausen, Hörmanshofen, wieder nach Altdorf, dann am Wertachdamm entlang, nach Altdorf (War ich da nicht schon mal?) und schließlich Heim.
Die ersten 7 km liefen super. Ich hatte immer eine Pace von 4:55. Also klar unter der 5 Minuten Pace. Eigentlich hätt ich locker schneller laufen können, aber ich hab mich bewusst gebremst. Denn auch ein Halbmarathon ist immerhin 21 km lang. Net vergessen.
Die Kilometer von 7 - 14 waren ähnlich locker flockig. Ich hatte schon einen Vorsprung von 240 Meter raus gelaufen.
Ab km 14 gings dann doch nicht mehr soooo locker. Jetzt musste ich mich schon ranhalten und eben nicht mehr bremsen. War aber trotzdem noch gut zu laufen.
Nach 18 km hätts auch schon wieder gereicht. Aber sind noch 3 km. Ich hab spekuliert, ob ich Kerstin noch begegne, die meine Eltern besucht hat und vielleicht wieder Heim marschiert. Und tatsächlich, nach 19,5 km begegneten wir uns. Da bin ich natürlich stehen geblieben, wir haben ein bisschen geplaudert und dann hab ich die restlichen 1,6 km noch fertig gemacht.
Den Zielbogen suchte ich auch vergeblich.
Gewonnen hatte ich die Gesamtwertung. Mein Preis musste noch ein Weilchen auf sich warten lassen, denn der Hasenkuss war noch unterwegs nach Hause.
Mit einer Zeit von 1:43:58 war ich im Ziel.
Das war dann auch tatsächlich mein erster Halbmarathon dieses Jahr. Kurios.

Samstag, 29. August 2009

Gar net sooo schlecht

Ich hab mich jetzt mal durch die Turnierergebnisse von gestern durchgekämpft. Gar nicht so leicht zu kapieren.
Bei Handicapspielen wird nach Stableford gezählt.
Ich versuchs mal zu erklären.
Ein sehr guter Spieler sollte alle Löcher Par spielen.
Ein Spieler bis HCP 18 spielt alle Löcher eins über Par. Also ein Par 3 Loch mit 4 Schlägen etc.
Ein mittelmäßiger bis HCP 36 mit zwei über Par
So einer wie ich, also Anfänger bis HCP 54 braucht drei über Par und freut sich.
Beim Stablefordzählspiel wird gezählt, wieviel Schläge der Spieler unter seiner Vorgabe bleibt.
Also hab ich jetzt bei Loch 1 ein Triple Bogey gespielt. Weil ich HCP 54 hab, krieg ich drei Schläge Vorgabe. Heisst also, ich krieg beim ersten Loch bei 7 Schlägen bei einem Par 4 Loch einen Stableford Punkt. Wär ich schlechter, gäbs nix.
Loch 2 hab ich auch unglücklich einen Triplebogey gespielt, gibt auch einen Punkt.
Loch 3 kömma vergessen, da gibts nix. Und ich könnt nach 8 Schlägen meinen Ball nehmen und zum nächsten Loch gehen, ohne zu lochen.
Loch 4 war ein Bogey. Will heissen, ich hab statt der geduldeten 7 Schläge nur 5 gebraucht. Also krieg ich dafür 3 Punkte.
Weiter zu 5, Triple Bogey. Noch ein Punkt
Loch Sechs ebenfalls ein Punkt
Über die sieben legen wir den Mantel des Schweigens
Loch 8 ein Bogey, nochmal 3 Punkte.
Loch 9, da werden wir noch üben müssen.
So, nu Taschenrechner raus. Das wären dann 10 Punkte. Aber das dies nur ein 9 Loch Platz ist, wird das verdoppelt. Dazu kommt noch die Schwierigkeit des Platzes, gibt noch 1 oder 2 Punkte dazu, weiß ich net so recht.
Heisst also, ich hab so 24 Punkte geschafft.
Wenn ich nu die Ergebnisliste anguck, stell ich fest, dass ich bei meiner Klasse zweiter oder dritter geworden wäre von 32 Teilnehmern.
Soooo schlecht ist das dann doch gar net, oder?

Freitag, 28. August 2009

Triple Bogey

Na schön wärs.
Heute ist Kerstin mit mir auf den Golfplatz gefahren. Das hat mich arg gefreut.
Bisserl zeigen, wie der Charly durch die Gegend klonkt.
Erst a Runde auf die Driving Range und dann auf den Platz.
Loch 1 war ganz ok mit nem Triple Bogey. Ja mei. Der Platz ist wirklich schwer zu spiel.
Auf Loch 2 hätt ich dann fast ein Bogey geschafft. Beim entscheidenden Putt lief der Ball genau über das Loch und auf der andern Seite drüber. Ärgerlich. Mönsch.
Nun das Drama am dritten Loch. Das Loch Par5 über fast 500 Meter.
Aufteen, ausholen, KLONK, aber der Ball zieht voll nach rechts. Rein in die Büsche. Deeeen brauch ich nicht suchen.
Neuer Ball
Klonk, wieder weit nach rechts. Ja **** **** **** piep.
Neuer Ball und diesmal nix klonk, Ball gewischt.
Ball zurück geholt und beim vierten mal hats dann doch mal geklappt mit einem ordentlichen Klonk. Meine Güte. Losgelatscht, Ball gesucht, Eisen 4 und wuschwuschwusch. Ball saust übers Gras, grad mal 30 Meter.
Hase ist dann eingefallen, dass sie keine Sonnencreme mit hat und ist dann zurück und ist lieber nach Kempten rein und hat eingekauft. Ich hab mich jetzt tapfer weiter mit dem dritten Loch geplagt. Ich kam an der Stelle an, wo es steil nach unten geht. Unten ist in 120 Metern Entfernung ein Graben, der so 3 Meter breit ist. Ist mir jetzt wurscht, das wär ja zu blöd, wenn ich den genau treffe. Also frohgemut wieder das Eisen 4 genommen, ausgeholt, Ball fliegt im hohen Bogen davon und haaaargenau *flotsch* in den Graben hinein. Wie gemalt, super. Also hinterher und den Ball gesucht.
Ausgerechnet auf diesem Grün waren die Helferlein für das spätere Turnier und haben sich daran zu schaffen gemacht. Ich hab noch 2 Schläge Richtung Grün gemacht und bin zum nächsten Abschlag. Das waren statt einem Par oder Bogey wohl ein Deziembogey, falls es den Ausdruck überhaupt gibt *Gelächter*
Weiter zum Loch vier, ein Par3. Hab ich super getroffen und hab hier auch ein Bogey geschafft mit 4 Schlägen. Mein bestes Loch auf diesem Platz bisher.
Loch 5 war dann wieder so ein Highlight. Ausgeholt, Ball fliegt rechts weg und landet auf dem Fairway der vierten Bahn. Dort hat gerade einer abgeschlagen und was seh ich? Kommt von unten ein Ball an und landet auf MEINEM Fairway. Geil oder? Ich bin runter und bin zu meinem Ball und stellten uns vor. Er hieß Herbert und war so um die 65 Jahre alt. (Also nicht der Ball, sondern der Spieler dazu)
Fanden wir recht lustig, dass wir praktisch die Fairways getauscht haben.
Den Rest der Runde haben wir nun zusammen gespielt. Und da sieht man dann auch, dass es noch ordentlich was zu lernen gibt. Der Herbert hat halt die Bälle schön geschmeidig getroffen. Also meistens. Weiß, welches Eisen er nehmen soll und trifft schön.
Allerdings hat auch er am 5er Loch einen Ball verloren.
Das Loch 6 war nicht schlecht. Wir haben beide auf den Meter genau gleich weit geschlagen. Einträchtig lagen die Bälle nebeneinander. Lief nicht schlecht, Herbert hatte ein Bogey, ich ein Double Bogey. Geht doch. Auch er findet, dass der ganze Platz doch recht schwer zu spielen ist.
Bahn 7 lief nicht ganz so prickelnd. Da kam wieder ein Ergebnis raus, für das es keinen Ausdruck gibt. Schätz ich mal.
Bahn 8 war wieder viel besser. Ich bin ja schon heilfroh über ein Double Bogey. Mehr erwarte ich auch gar nicht. Das kommt schon noch.
Hin und wieder bekam ich auch einen brauchbaren Tipp von Herbert. Tja, die jahrelange Erfahrung machts halt aus.
Auf der letzten Bahn liefs einfach indiskutabel. Verheerend bis lächerlich. Der Abschlag ging ja noch, aber dann machte ich Schläge, alle getoppt, also oben getroffen und jeder Ball rollte nur blöd übers Gras und ich kam nicht wirklich vom Fleck. Aber das Grün kam trotzdem immer näher. Rein ins Loch und Feierabend. Hat Spaß gemacht zu zweit zu spielen, dabei hatte ich doch so einen Horror davor, dass ich mich zum Affen mach, wenn jemand mit mir spielt.
Danach ins Clubhaus, Weizen geholt und später noch auf die Driving Range. Klonken kann man nie zuviel. Dann noch Putten geübt und schon kam Hase vom Einkaufen zurück. Hier saßen wir noch eine ganze Weile im Schatten und in der Sonne.
Dann bin ich noch rüber zum Pitchen und Chippen üben. Ging gar nicht schlecht. Als jemand vom Parkplatz kam, hab ich direkt über 40 Meter einen Ball 50 cm neben die Fahne gelegt. Fragen? Schließlich noch ein paar Schläge aus dem Bunker trainiert. Das geht eigentlich ganz gut. Und später nochmal die Bälle in die Prärie geklonkt.
Die Hände tun mir jetzt leidlich weh. Aber Zuhause wartete schon Abhilfe. Mein Paket kam an, mit meinen Callaway Handschuhen aus syntethischem Leder.
Da klonkt es sich gleich noch besser in Zukunft.

Mittwoch, 26. August 2009

3x3000

Gestern 3x3000 Meter Intervalle gemacht.
Eigentlich hatte ich vor, so um die 4:36 pro km zu laufen. Eher langsamer als schneller. Das Ergebnis ist ja denkbar: 4:36 war einmal mein langsamster Kilometer.
Lustig war, dass ich immer die gleiche Runde genommen hab. Von mir Daheim zur Wertach, der Plörre entlang zur Schule und wieder zurück.
Ein Mann saß mit Frau draussen vor deren Wohnung.
Dadurch, dass ich die Straße bei den Gehpausen immer wieder hochgelaufen bin, bin ich etwa 10x an den Beiden vorbei gekommen. Die kennen mich eh und sehen mich nahezu täglich. Aber diesmal haben sie zunächst den Kopf geschüttelt und später dann gelacht, wenn ich wieder vorbei kam. Mal rennend, mal gehend, mal trabend.
Läuft saugut bei mir :-)

Montag, 24. August 2009

Einfach mal durchlesen



Und in 25 Jahren könnte es rund um Isar I und II, Schweinfurt, Phillipsburg..... auch so aussehen



Was mir Sorge macht ist, dass wir wahrscheinlich demnächst von Schwarz gelb regiert werden...

Samstag, 22. August 2009

Putzig 2

Heut bin ich wieder an meinem Fan vorbei gelaufen. Ihr wisst schon, der mir kürzlich eine Wasserflasche entgegengehalten hat.
Heut stand er im Hof und winkte mir zu mit den Worten 'Hallo mein Superspringer'
Mei, ist der süß.

Gestern war ich auch noch im Stadion. 6x1000 Meter Intervalle. War sauschwül. Merkte man auch daran, dass jeder 1000er um je 1 Sekunde langsamer wurde.
Erst 4:11, 4:12 usw. Dann hats gereicht.

Dann musste ich aber ganz schnell Heim, duschen und dann zum Römerturm nach Großkemnat.
Warum?
Da war in der Wand ein Cache. Aber net am Boden. Auch net auf der Aussichtsplattform oben, sondern dazwischen irgendwo. Auch nicht innen, sondern aussen.
Also zuvor den Owner kontaktiert und dann hat er uns beigebracht, wie man sich von da oben abseilt.
Sowas hab ich jetzt auch noch nie gemacht. Kostet auch ein bisschen überwindung, über die Brüstung zu steigen und erst mal ins Leere zu gucken. Und dann auch noch auf das Seil verlassen und das Geländer loslassen.
Dann schwebend, Füße an der Wand sich abzulassen. Aber nach 4 Metern hab ich gemerkt, ach das hält ja. Und nach 7 Metern etwa war ich am Cache.
Da musste ich dann das Seil loslassen und schwebte da lustig an der Wand. Dann in der Hosentasche den Kuli auspacken, Cache aufmachen, Namen rein schreiben, Dose wieder zu und dann gings weiter nach unten.
Hat richtig Spaß gemacht da runter zu sausen.
Damit war das auch mein 1300. Cache.

Abends noch 100 Bälle auf dem Sportplatz geklonkt
Mei, hab ich einen Stress :-)

Donnerstag, 20. August 2009

Neulich aufm Golfplatz

Sooo, jetzt hab ich mich für einen Club entschieden. Und zwar in Kempten. Kostet monatlich bloß 39€. Nachteil: Man hat keine Handicapverwaltung. Aber das ist mir momentan noch ganz schön wurscht. Aber es gäb auch andere Möglichkeiten und die würde ich dann machen, wenn es sich lohnen würde, das Handicap zu verbessern. Aber momentan bin ich da noch ein gutes Stück entfernt.
So bin ich gestern bei kuscheligen 32° auf den Golfplatz. Tasche geschultert und aufs Geratewohl den Platz inspiziert.
Gar nicht so einfach der Platz mit 9 Löchern.
Nachdem ich am Vormittag schon ein paar Bälle auf dem Sportplatz geholzt habe, fühlte ich mich fit für eine Runde.
Aber was da so gut ging, hat mich auf dem Platz ganz schön im Stich gelassen. Ich fühlte mich beobachtet von Leuten auf der Driving Range.
Und dann spielt der Kopf völlig verrückt. Ich weiß, man soll net so viel denken beim Golfen, aber das ist leichter gesagt als getan.
Tee raus geholt, Ball druff, Probeschwung Sssssstttt, Probeschwung Sssssstttt. Ja, sieht gut aus. Ball ansprechen (Hi Ball) ausgeholt und KRAWOMBL, Pfötttt. Heeee Kuh, pass mal bisserl auf, da kommt ein Ball. Super, das war ja gleich mal gar nix. Statt geschmeidig 200 Meter den Hang hoch, gings mitten auf ein Kuhfeld. Und was ist die erste Reaktion? Genau, hoffentlich hats keiner gesehen. Neuer Ball, neues Glück, Probeschwung, ansprech und TOCK. Ball fliiiieeegt net sehr weit. Vielleicht so 50 Meter. Hab ihn viel zu weit oben getroffen. Wieder der Blick zur Driving Range. Keiner hat aufgepasst. Meiomei. Ball hinterher, neu anvisiert, diesmal mit dem Eisen 4, Schwung und TSCHAAAAAKAAAAAAA, ich bin ein Held, ich bin Tiger. Ball fliegt echt weit. Blick zur Driving Range, verdammt, keiner schaut her.
Tasche geschultert und weiter den Hang hoch, auf der andern Seite gings wieder leicht runter. Ball anvisieren, Eisen 9 raus und FUMP. Scheiße, ich bin doch nicht Tiger. Ball saust vielleicht 20 Meter durchs Gras. Aber ich bin dem Grün schon näher.
Diesmal Pitching Wedge und mit dem kenn ich mich aus. Pitchen und Chippen, das kann ich. Ich hab trotzdem noch zwei Schläge gebraucht, bis ich auf dem Grün war und noch zwei Schläge zum Putten. Ok, das mit dem Zählen lass ich dann heute mal.
Runter zum zweiten Loch, aha, recht kurz. Das hab ich doch drauf? Aber das Grün war ganz schön fies, auf einem Hügel. Rechts war der Hang nach oben, linkgs gings entsprechend bergab, dazwischen das Grün. Na mal gucken.
Tee raus, Ball druff, Holz nehmen und KLONK. OH MEIN GOTT, HOSIANNA IN DER HÖHE, ES HAT KLONK GEMACHT. Das ist Musik in des Golfers Ohren. KLONK heisst nämlich, Ball super getroffen. Dazu kommt noch, dass ich das Tee kaputt gemacht hab. Kaputtes Tee und KLONK ist einfach perfekt. Ich strahle dem Ball nach, er landet so 30 Meter vom Grün entfernt, rechts am Hang. Wohlgemut gings zum Ball. Ha, ich habs halt drauf. Nehm das Sand Wedge, ziele, chippe, Ball fliegt, landet auf dem Grün, BLEIB DOCH STEHN VERDAMMT und rollt auf der andern Seite über das Grün hinaus den Berg hinab. Herrgrrrrr.
Ich hinterher, Ball suchen, nochmal gespielt, Ball aufm Grün. Super. Dann noch zwei Putts un die Sache war erledigt. Einmal durchzählen bitte: 5 Schläge, Doppelbogey. Passt, auf Wiedersehen.
Rüber zu Loch 3. Oh mein Gott, das ist ja fast 500 Meter lang.
Tee, Ball, anvisier und nochmal ein KLONK!!!! Hach isses herrlich. Der Ball fliegt bolzengerade das Fairway hinab. Das Leben ist schön. Lange schau ich noch dem Ball nach und grinse. Aber nu hinterher.
Knapp 200 Meter schätz ich mal, flog der Ball. Haa, wer ist schon der Tiger? Kenn isch net. Sooo, ich bin wieder am Ball und weiß, ich kanns. Selbstbewusst das Eisen 4 genommen, souverän den Stand eingenommen und FÖMPF oder was auch immer. Ball fliegt net, Ball rollt blöd vor sich hin.
Da fällt mir der Lieblingswitz von meinem Schwiegerpapi ein. Also, der kürzeste Golfwitz: 'Ich kanns'
Back on Earth latsche ich dem Ball nach. Und ich hau beim nächsten Schlag den Ball, dass er am Horizont verschwindet. Später stell ich fest, dass es hinterm Horizont steil den Berg hinab ging. Ich war mir sicher, dass ich das Fairway getroffen hab, aber den Ball, den konnte ich nicht finden. Pfff.
Ich schätz mal, ich brauchte für dieses Loch 9 Schläge statt 5. Passt scho.
So gings aber nicht weiter. Bei einem Loch haute ich den Ball völlig unkontrolliert beim Abschlag fast im 90° Winkel nach rechts. Gut, dass ich genug Bälle dabei hatte. Beim nächsten mal hätt ich fast wieder eine Kuh getroffen. Die Kuh nahm es hin und graste weiter. Erst beim dritten Abschlag konnte ich weiter dackeln.
Naja, so ging die Runde weiter. Mal traf ich richtig gut und dann hatte ich wieder totale Aussetzer wie am fünften Loch. Und warum? Ich sah Leute. Seh ich Leute, treff ich nix. Und so knallte beim Abschlag der erste Ball gegen einen Baum 30 Meter von mir entfernt. Ball gesucht, gefunden und beim nächsten mal knallte der Ball an den nächsten Baum. Wieder ein Ball weg. Dann waren die Leute weg, die selber mit sich genug zu tun hatten und schwer kämpften und ich traf wieder.
Nach 7 Löchern war ich schon ziemlich erledigt. Es war brutal heiß, Sonnencreme hatte ich auch vergessen, jetzt hätts dann schon wieder gereicht. Aber bei Loch 8 hatte ich noch ein Highlight mit einem perfekten KLONK und 200 Metern. Immer wieder schön. Und man verliert den Glauben nicht total an sich. Ich glaub, da schaffte ich sogar nochmal ein Doppel Bogey, auch beim neunten Loch. Naja, geht doch so einigermaßen, bei einem Platz, den man noch nie gesehen hatte und das bei doch recht schwierigem Terrain, finde ich. Dann packte ich meinen Krempel zusammen und bediente mich im Clubhaus aus dem Kühlschrank. Ja so ein lecker Weizen aber auch.
Ich setzte mich zufrieden vor das Clubhaus und schaute einem zu, der Putten übte. Das Problem nix mehr zu treffen, wenn einer zuschaut, haben andere wohl auch, hihi. Dann begab ich mich noch zur Driving Range und hab noch ein paar Bälle in die Wildnis geschmettert. Schon kurios, ohne Druck hab ich 5 Bälle hintereinander fast genau an die 200 Meter Marke geholzt, immer schön gerade. Kaum bist wieder aufm Platz, gehts wieder links und rechts in die Pampa. Da könnt ich doch schon wieder wetten.
Spaß hats gmacht, schön wars, warm wars. Dafür war auch kaum ein Mensch unterwegs.

Montag, 17. August 2009

KLONK!!!

Sooo, jetzt wird geklonkt, bis der Arzt kommt.
Die Tage hab ich immer im Garten schön gechippt. Geht ja auch nix anderes, weil ich bloß 10 Meter Platz hatte. Aber irgendwann is auch wieder gut. Man traut sich auch net so recht genau an die Büsche zu spielen. Ruckzuck sind die Bälle beim Nachbarn.
Die schauen eh immer recht amüsiert rüber, wenn ich mit dem Sand Wedge Bälle durch den Garten holze.
Aber man hat ja seine Plätze.
Heute früh bin ich auf den Sportplatz geradelt. Bewaffnet mit dem Eisen 7, mit dem Eisen 10, mit dem Wedge und 34 Bällen.
Dann schön im Schatten die Bälle drapiert und dann gings KLONK KLONK KLONK. Erst in Chippmanier, später als hübsche Pitches.
Die Chipperei gelingt mir mittlerweile ganz gut. Als ich dann auf Pitch umgestellt hab, gings doch erst mal nicht KLONK, sondern eher Pffft wsch wsch wsch. So ein Geräusch macht der Ball, wenn er nicht durch die Luft segelt, sondern am Gras entlang saust. Falsch gemacht. Mussu üben. Aber dann nach und nach gings recht gut. Mit den Schlägern komm ich prima klar. Und mein Lieblingseisen hab ich auch schon erkoren, das ist das 10er. Gibts normal gar nicht, aber ich hab eins. Ätsch.
Nach 120 Bällen hab ich auch mal ein Ziel anvisiert. Und zwar ein Flutlichtmast. Dem wollte ich so nah wie möglich kommen. Ging ganz gut, auch wenn ich nicht einmal den Mast getroffen hab.
Die Tage werd ich mich mal wieder auf nem Golfplatz blicken lassen.
Und dann gehts KLONK, WUSCH, PITCH. Und wenn das alles gut funktioniert, kann ich bald auch mein Handicap gegen Null fahren. Jawohl, so mach ich das. Ich bin ja immer noch bei -54 was das Handicap betrifft. Kunststück, wenn man nie Turniere mitspielt.
Jetzt brauch ich noch ein Holz zum Oberklonken. Oder so ein schönes Hybrid
Dings.

Wann hab ich Geburtstag? :-)

Achja, gelaufen bin ich auch noch. Gestern bei schön warmen 28° eine 46:13 gelaufen auf 10 km. Das ist gar nicht schlecht. Da hab ich schon manchen Silvesterlauf langsamer gemacht. Schnitt pro km 4:37. Ist ok, so ausm Training raus, find ich. Und weil ich das so interessant find, werd ich mal mein Augenmerk weiter auf die Intervalliererei setzen und mal schaun, ob ich nicht auf so Kurzstrecken noch was reissen kann.
Merke: Wenn dir Intervalle Spaß machen, dann geht noch was.
Und das Klonken nicht vergessen :-)

Donnerstag, 13. August 2009

Big Bertha


Big Bertha ist kein neuer Cache
Es ist auch kein neuer Laufplan
Es sind meine Golfschläger, die ich über England gekauft habe. Neiiinn, nicht neu. Die würden ja gut 1000€ kosten. Ich hab nen Laden aufgetan, wo es gebrauchte gute Schläger gibt. Und nachdem ich schon immer ein Auge auf Callaway hatte, speziell auf die Big Bertha Serie, hat es sich geradezu angeboten, dass ich die Schläger kauf. Sind 4 Jahre alt, aber super in Schuss.
Jetzt kann ich dann mal ordentlich zulangen und am Handicap arbeiten. Den Tiger Woods krieg ich noch.... Ok, wird knapp.

Ich hab am vergangenen Wochenende wieder Golf geguckt.
Tiger Woods ist wieder richtig gut drauf und hat zwei Turniere am Stück gewonnen. Gut, das hat der Martin Kaymer auch gemacht, aber diesmal wurde er nur geteilter 60.
In der Rangliste ist der Martin auf Rang 12 zu finden. Zum Vergleich, der Bernhard Langer ist irgendwo bei 500 und den kennt ja wohl jeder.
Nundenn, die letzten drei Löcher waren hochinteressant. Der Tiger hat die vierte Runde super hingelegt und gleich auf 5 Löcher 3 Schläge auf den Führenden Padraig Harrington gutgemacht.
Dann an Loch 16 das Drama. Der Tiger legt einen relativ langen Ball, so 150 Meter lang 40 cm neben das Loch. Ganz klarer Birdie. Der Paddy in Zugzwang haut den Ball aus dem Rough in den Tümpel. Strafschlag und droppen jenseits des Tümpels.
Nächster Schlag viel zu weit und ins tiefe Rough rein. Von dort erst aufs Grün und mit einem Tripple Bogey liegt Harrington plötzlich 3 Schläger hinter Woods und muss sogar am Ende noch den zweiten Platz teilen. Das war hart.
Ich mein, so einen Triple Bogey, darüber ärger sogar ICH mich.
Der Tiger hat sogar noch eine Strafe nachträglich bekommen, weil er einen offiziellen kritisiert hat. Nein, nicht wegen sich, sondern wegen seinem Gegner. Er monierte, dass sie beim Spiel von Harrington drängten, weil so viel Zeit ins Land ging. Woods meinte, wenn man seinem Gegner mehr Zeit gelassen hätte, hätte er niemals so schlecht an Loch 16 gespielt.
Fairer Sportler, find ich.

Ich hoff ich hab euch nicht gelangweilt mit den Golfnews. :-)

Achja, gestern waren wir nochmal in der Teufels Küche und haben ENDLICH ENDLICH ENDLICH die Dose gefunden. Wir haben an den Finalkoordinaten trotzdem noch 50 Minuten suchen müssen. Nach 19 Monaten hab ich diesen Cache endlich erledigt. Ein hartes Stück Arbeit.
Dafür hab ich heute eine lockere Cacherunde in Erkheim gemacht mit 14 gefundenen Dosen. Bloß kein Stress.

Samstag, 8. August 2009

Putzig

Heut bei lauwarmen Temperaturen *hüstel* die Hasenrunde gemacht. Nur ein bisschen länger.
Und ich dachte ich komm heut ja gar net vom Fleck. Das geht aber auch zäh usw. Aber die Kilometerzeiten haben behauptet, ich laufe irgendwas zwischen 5:04 und 5:25 (sofern kein Berg dazwischen war)Na gut, dann glaub ich das halt.
War aber trotzdem ein schöner Lauf.
Weswegen ich aber den Blogeintrag schreib, liegt an der Geschichte:
Ich hatte nur noch 600 Meter vor mir, bis ich Daheim war, da war so ein kleiner Bub, so 3 Jahre alt auf seinem Spielzeugtraktor und hat seinem Papa beim Auto waschen zugeschaut. Dann hat er mich erblickt und ist mit seinem Trekker auf mich zugeheizt und was hielt er in der Hand? Eine große orangfarbene Wasserflasche, mit blauem Deckel und die hielt er mir mit weit ausgestrecktem Arm und über das Gesicht strahlend, mit den himmelblauen Augen und rollendem Traktor entgegen.
Erst hab ich gar net kapiert, was ich davon halten soll, aber dann klingelte es. Dann hab ich die Flasche genommen, so getan, als würd ich davon trinken und mich schön bedankt. Ihm noch über die hellblonden Haare gestrichen und weiter gelaufen. Daddy hat davon überhaupt nix mitbekommen.
Dieses strahlende Gesicht, das werd ich nie mehr vergessen und er hatte bestimmt das Gefühl, dass er mir das Leben gerettet hat mit seiner Flasche.
Das war echt süß.

Montag, 3. August 2009

Der Storch

Gestern war Storchenfest bei Colmar in der Nähe.
Mit viel Rumptata wurde da den Störchen gehuldigt. Wein gibts in rauen Massen, statt Bierkrüge. Nervig waren so Benzinfernsteuerautos. Was die da verloren haben, das weiß kein Mensch. Macht Lärm, macht Gestank.
An dem Festplatz ist so ein Gehege, bei dem die Störche großgezogen werden. Denn mit den Störchs gings in den 70ern rapide bergab. Wegen Hochspannungsleitungen, wegen Wilderern, wegen vieler anderen Gründen war der Storch drauf und dran auszusterben im Elsaß.
Die Störche verloren die Orientierung z.B. durch den Ausbau von Hochspannungsleitungen und viele Tiere überlebten dann einfach nicht mehr den langen Flug nach Afrika. So war es, dass es in den 70ern nur noch 9 Storchenpaare gab. Es musste etwas geschehn. Die Störche wurden eingefangen und in große Gehege verfrachtet, wenn es auf den Herbst zuging. Die Jungen wurden 3 Jahre lang ins Gehege gesteckt, solang dauert es, bis der natürliche Instinkt in wärmere Gefilde zu fliegen sozusagen verflogen ist und die Jungstörche im Elsaß überwintern.
Durch diese Maßnahmen hat man es geschafft, dass es bis zur Jahrtausendwende an die 250 Storchenpaare gab. Mit steigender Tendenz.
Warum ist der Storch eigentlich das Sinnbild für das Elsaß. Da gibts eine Erklärung hierfür.
Das Elsaß war ja nicht immer französisch. Nö, es wurde immer hin und hergeschubst zwischen Deutschland und Frankreich.
Seit dem Ende des ersten Weltkriegs gehört das Elsaß wieder zu Frankreich.
Für die Elsäßer war es natürlich alles andere als einfach. Schließlich mussten die elsäßischen Soldaten für das deutsche Reich kämpfen und praktisch gegen ihre Landsleute im Geiste. Später im zweiten Weltkrieg mussten die Soldaten gegen die deutsche Wehrmacht kämpfen.
Bis heute ist spürbar, dass das Elsaß von den Franzosen nicht wirklich akzeptiert wird. Es gibt Frankreich und es gibt das Elsaß. Deutschland hingegen hat natürlich längst mit dem Thema Elsaß abgeschlossen.
Dass das Elsaß eine Eigenheit ist, merkt man auch daran, dass es damals der Region verboten war, den Hahn, das Sinnbild Frankreichs im Wappen zu führen. Andererseits wollten die Elsäßer auch nicht den deutschen Adler im Wappen tragen. Also machte man aus der Not eine Tugend und führte für die Region Bas-Rhin und Haut-Rhin den Storch als Sinnbild des Elsaß ein. Ein schlauer Kompromiss, der sich auch auf den Tourismus auswirkt.
Das Elsaß zählt wohl zu den schönsten Regionen Frankreichs. Der eigenwillige Charme der Dörfer und Städte, mit dem nicht zu verbergenden Einfluß Deutschlands ist einmalig. Und u.A. der Weinanbau macht das Elsaß zu eine der reichsten Regionen Frankreichs. Anhand der Weinanbauernamen ist auch klar zu erkennen, dass die Mehrzahl der Anbauer deutschstämmig sind.

Vive la Cigogne (Es lebe der Storch) :-)