HOLE IN ONE

HOLE IN ONE
HOLE IN ONE am 26.05.2011 um 15:25 Bahn 7

Montag, 29. März 2010

Der 25. Marathon

Freiburg: Wind, Regen, die Frisur sitzt.
Diesmal wars ein Jubiläum, der 25. Marathon, Ultras natürlich mitgezählt.
Am Vortag noch auf einer Geburtstagsparty gewesen und um 1 oder so im Bett gewesen. Sommerzeit net vergessen.
Dann konnten wir ja um 9 losfahren zu meinem dritten Freiburg Marathon.
Das Wetter, achso, hatten wir schon.
Net so kuschlig.
Wir trafen uns in Freiburg mit dem Werner. Wir wollten den Marathon zusammen laufen. Es gibt immer viel zu erzählen, aber 10 Minuten vor dem Start darf man dann doch langsam mal zum Start pilgern. Jo, ist net weit, vielleicht 200 Meter.... Ähm, als alter Geocacher sollte ich wissen, dass Luftlinie nicht unbedingt die Ideallinie ist. So stellten wir fest, dass wir erstmal so 500 Meter auf dieser Seite des Zauns entlang mussten um auf der andern Seite wieder zurück zu schlappen. Auf dem Weg zur Zaunwende zählte auch schon der Startmensch den Countdown runter.
Werner, ich glaub, wir sollten wohl jetzt schon loslaufen. Dann wirds halt a Ultra. So durften wir um etliche Kinder rumkurven, die sich schon für die Kinderhalbmarathonstaffel aufstellten.
Tschuldigung, muss ma eben Marathon laufen. Ein Kind hab ich fast über den Haufen gerannt, konnte es aber an den Schultern zur Seite hieven.
Und schon waren wir einsam und verlassen über der Startmatte.
Naja, dann ist das Gedrängel schon mal kein Thema.
Es dauerte nicht lange, da hatten wir den 5:00 Stunden Pacemaker mit Pulk eingeholt.
Ein paar Kilometer weiter den 4:30er. Lief ganz gut.
Ich erzählte dem Werner ein paar Sachen über unsere Lieblingsstadt und so schwebten die Kilometerschilder an uns vorbei. Die Strecke führte über die wiedereröffnete Wililibrücke am Bahnhof. Dort schön gemacht, denn der Fotograf wartete. Grins und klick und weiter gelaufen.
Bald gings durch die schöne Innenstadt von FR mit dem herrlich schiefen Kopfsteinpflaster.
Dann noch ein paar Bögen eingestreut und nu gings die Dreisam nach oben. Net vergessen, es geht hier immer a bissal bergauf. Auf der andern Seite wurden wir aber mit einigen Bergabkilometern belohnt.
Bald hatten wir die Hälfte geschafft, ich sah Kerstin an der Absperrung stehen und rannte auf sie zu um ein bisschen Heldenküsse abzuholen. Aber dann musste ich wieder weiter, den Werner einholen.
Da es nun doofen Gegenwind gab, bot ich mich für Werner als Windschutz an. Hat er gern angenommen. Allerdings bin ich da wohl auch ein bisschen schneller geworden.
Nun waren wir schon eine ganze Weile auf der zweiten Runde unterwegs und ich guckte mir die Häuser und die Gegend an, es gibt ja auch einiges zu sehen in Freiburg und da ich so in mich versunken war und gar nicht auf die Strasse geachtet hab, bin ich, der Werner und die Zuschauer durch ein SCHEPPER!!!! aufgewacht. Ich bin volle Kanne in eine Strassenabsperrung gerannt, ich ging halb in die Knie, fing mich wahrscheinlich total beknackt aussehend halb am Gitter auf und bekam dabei fast noch einen Krampf in der rechten Wade. Der Werner guckte mit grossen Augen, die Zuschauer stöhnten auf, Hände wurden an entsetzte Münder gehalten, Kindern wurden die Augen zugehalten (Komm ich jetzt ins Übertreiben?) Als der Schreck nachliess, konnten wir auch schon wieder drüber lachen.
Achja, mittlerweile regnete es. Aber war nicht schlimm.
Es gab unterwegs angeblich 42 Bands, die Musik machten. So viel warens aber nicht. Die meisten Bands waren eh Krampf. Hauptsache es lärmt. War die letzten beiden Jahre auch noch wesentlich besser.
Auch die Zuschauer haben sich dieses Jahr sauber hängen lassen. Kaum Stimmung, wenig los auf den Strassen. Vielleicht lags auch daran, dass der Halbmarathon viel später begann.
Nachdem wir 33 km passiert hatten, war oben an der Dreisam an einer Brücke wieder der höchste Punkt geschafft. Es ging wieder wunderbar leicht bergab. Mir gings noch richtig gut. Und ehrlich gesagt, mich hat das schwer verwundert. Schliesslich bestand mein diesjähriges Marathon aus einem 30 km Lauf und einen 25er. Ich hab eigentlich schon damit gerechnet, dass ich zu kämpfen hätte, aber neben den obligatorischen schwerer werdenden Beinen war alles prima. Mental kein Aussetzer, körperlich auch nicht.
So wie das mit allen Marathons ist, neigt sich auch dieser irgendwann dem Ende zu. Wir machten nur an den Wasserstellen Gehpausen und liefen sonst schön kontinuierlich durch. Nur die Halbmarathonläufer, die uns mittlerweile überholten nervten a weng. Muss man schon aufpassen, dass man denen Platz überlässt.
Die letzten zwei Kilometer waren auch nicht mehr so schlimm wie in der Vergangenheit, wir liefen direkt auf die letzte Brücke zu und wurden jetzt endlich auch von Zuschauern angefeuert. Naja, viel kann jetzt wohl nimma schief gehen auf 200 Metern. Kurz vor dem Ziel hat der Werner und ich noch bei den Händen gehalten um prima Finisherphotos zu bekommen. Ich finde, die sind gelungen. Seht selber. BILDER!!
Danach schnell in die Halle und die wartende Kerstin begrüsst und einiges erzählt. Nach einer Nudelpause und einem schnellen Bier gings nun aber zurück ins Elsass und in die wohlverdiente Dusche.
So ein Lauf zu zweit ist einfach viel kurzweiliger als alleine durch die Gegend zu sausen. Schön wars.
Achso, die Zeit: 4:09. Alles super, Werner hat eine neue PB. Glückwunsch.

Mittwoch, 24. März 2010

40%

Na also, geht doch.
Die allgemein immer 'beliebter' werdende Atomregierung fällt insgesamt auf 40%. Es geht dahin und das ist gut so.
So eine verheerend schlechte Regierung mit einer nichtsmehrsagenden Bundeskanzlerin, einem lächerlichen Aussenminister und Vizekanzler, der Superpfeife aus Bayern Namens Seehofer mit seinem unmöglichen und mediengeilen Söder hatten wir wohl seit jahrzehnten nicht mehr.
Dazu noch der einstmals hochgelobte Gutti, bei dem man auch net so recht weiß, was er weiß.
Dann noch der arme Gesundheitsminister Rösler, der die Pharmaindustrie einbremsen will und von ihr über kurz oder lang niedergetrampelt wird. Seine Akzeptanz hat er auch schnell verspielt mit seiner Kopfpauschale.
Es besteht Hoffnung, dass diese 'Regierung' die geplanten 4 Jahre nicht durchhält.
Schade, dass die Grünen um einen Prozentpunkt auf 15% gefallen sind, aber immerhin. 15% ist doch sehr stark.

Im Kino läuft momentan ein Film, die 4. Revolution. Leider läuft dieser Film nicht im Allgäu.
Hier mal eine Übersicht um was es geht und für wie blöd die Atom- und Öl- Lobbyisten die Bürger halten. Propagande mit Erfolg wie man weiß.
Übrigens: Wer Atom toll findet, kann sich gern so ein Fäßchen mit dem dreieckigen gelbschwarzen Gefahrzeichen in den Garten stellen. Die Verantwortlichen wissen eh nicht so recht wohin damit.
Gefährlich? Achwas, ist doch alles schön sauber und ungefährlich?!
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Wie kommen wir weg vom klimaschädlichen Erdölhunger und können eine nachhaltige Welt schaffen - gegen den Widerstand der Energielobby?

Die Aussage von Carl-A. Fechners engagierter Dokumentation ist einfach: Wir könnten problemlos binnen weniger Jahre Ölverbrennung und Atomkraft durch vollständig erneuerbare Energien ersetzen. Weltweit. Wie katastrophal verantwortungslos unsere Zivilisation nicht nur mit diesen Ressourcen umgeht und wie einfach wir dazu auf alternative Solar-, Wasser- und Windkraft umsatteln könnten, belegt Fechner mit vielen Menschen, die sich aktiv für den Umstieg einsetzen. Er führt eine Fülle von Beispielen an, die längst flächendeckend realisiert sein könnten. Das wäre die vierte Revolution, inspiriert von Hermann Scheers Buch "Energieautonomie".

Seit der Ölkrise der 70er Jahre hat sich unsere Abhängigkeit von importierten Öl nicht verringert. Der Wechsel scheitert nicht an der Technologie, die längst vorhanden ist - er scheitert an politischen Widerständen. Wenn sich nämlich die bisher zentrale, kommerzielle in dezentrale, kostenlose Primärenergieversorgung wandeln würde, wären große Segmente der Energieindustrie bankrott. Also geht es um Geld. Viel Geld. Und deshalb mauert die Energielobby und flüstert der Menschheit ein, dass ein Wechsel unrealistisch sei. Denn sie hat alles zu verlieren, wenn die Versorgung demokratisiert wird. Die Folge: Die verfilzten Eliten bremsen, wo sie nur können. Ihre Dinosaurier sitzen in einflussreichen Behörden und erdreisten sich nicht, Kohle und Atomkraft das Wort zu reden. Dabei ist der Klimawandel nur ein Problem des heutigen Weltenergiesystems - von Atommüll, Ressourcenkonflikten, Gesundheitsschäden und dem hohen Wasserverbrauch ganz zu schweigen.

Diesen Negativbeispielen stehen engagierte Protagonisten gegenüber, die daran arbeiten, künftigen Generationen eine lebenswerte Erde zu hinterlassen - gegen die Ignoranz der mächtigen Energiewirtschaft. Innovative Unternehmer, prominente Umweltaktivisten, Friedensnobelpreisträger, Politiker in allen Erdteilen propagieren: Yes, we can. Fechner zeigt ihre Arbeit, lässt sie in Interviews die Problematiken erklären und stellt die Vision vor, jeden an unserer Erde teilhaben zu lassen. Seriös und zugleich modern inszeniert, macht die Doku Hoffnung und, viel wichtiger, sie gibt eine Anleitung zum Handeln. tk.
Quelle:
kino.de

Donnerstag, 18. März 2010

Das wird ja lustig

Auweh, mir fällt grad auf, dass in 10 Tagen Marathon ist.
So schlecht vorbereitet war ich wohl noch nie.
Gestern noch einen langen Lauf gemacht, höhö. 25 km, höhö. Durchschnittspace war bei 5:35. Na egal, ich lauf halt einfach meinen Stiefel runter und gut is. Man kennt das ja.
Danach wird wohl der Marathon in Bad Waldsee kommen, Füssen Marathon natürlich und dann gucken wir mal, wo sich noch was anbietet.
Hab ich beim höhölangen Lauf unser neues Häuschen angelaufen in KF. Und als ich dort stand, aufm Radweg 100 Meter vom Häuschen entfernt, hab ich so gelauscht und fest gestellt, dass es verdammt ruhig ist dort oben. Kaum gedacht, schreddert auch schon ein Tornado Kampfflieger über mein Rübe. Haha.

Ich hab dann einen Arbeitsweg von 7,8 km. Werd ich mal laufen, mal Radeln und wenns Wetter net passt, dann halt mitm Auto. Weichei. Aber bedenket, früher bin ich 800 Meter mit dem Auto in die Arbeit gefahren. DAS nenn ich mal eine Spitzenleistung.

Und ausserdem hats Frühling. Geil, oder? Der erste Tag in diesem Jahr, wo es mehr als 13° hatte. Da musste ich doch gleich nochmal 11 km gemütlich laufen.
Wird aber auch Zeit. Es wird wohl kaum einen geben, der nicht genervt ist vom Winter.
Und mir reichts jetzt echt auch. Jetzt muss ich nicht mehr hören und sehen, wenn die Nachbarn Schnee schaufeln.

Sonntag, 14. März 2010

Freiburg Marathon

In 2 Wochen is ja scho wieder Freiburg Marathon.
Das wird dann das dritte mal hintereinander, dass ich durch unsere Lieblingsstadt laufe.
Heute hab ich mich angemeldet. War auch der letzte Tag, wo das möglich war, ausser der Nachmeldung am Veranstaltungstag.
Ich hab auch net gewusst, was ich denn laufen werde.
Der Werner hat mich gefragt, was ich denn laufe, worauf ich eine doch recht kuriose Antwort gegeben habe: 'Ich hab net ordentlich trainiert, dann lauf ich halt bloß den Marathon'. Öhm, ja. Fiel mir erst auf, als ich geantwortet hatte, dass sich das doch recht seltsam anhört. Aber so isses halt. Ich hab zwar ein bisschen schnell trainiert, aber nicht so richtig gut. Ich hatte eigentlich vor einen schnellen Halbmarathon zu laufen. Aber dafür war das Training viel zu lasch. Und bevor ich einen Halbmarathon in 1:45 laufe, oder was auch immer, lauf ich doch lieber gemütlich einen Marathon. Einen langen Lauf mit Werner zusammen hab ich ja auch gemacht. Das muss reichen.
Und übrigens wird das auch ein Jubiläumsmarathon, das wird der 25. Marathon bzw. Ultra werden.

Montag, 1. März 2010

Man kommt ja gar nimma zum sticken

Soooo a Stress.
Es wird jetzt wieder mehr gelaufen.
Kürzlich 3x3000 Meter Intervalle in je 4:30 min/km, den letzten noch in 4:24. Ging ganz gut und weil ich mich danach keineswegs müde fühlte, hab ich noch schnell auf dem Heimweg in den Hasenstall einen einzelnen Kilometer in 4:22 gemacht. So lässt sich das gefallen.
Dann gestern mit Werner zusammen einen 30 km Lauf gemacht. War mal was nicht alltägliches, so ein langer Lauf zu zweit. War auch schönes Wetter und ein prima Lauftempo. Und weils heut noch so schönes Wetter war, nochmal 11 km nachgelegt. Dabei hab ich heute meinen Forerunner ignoriert und bin nur nach Gefühl gelaufen. Danach hab ich geguckt, wie schnell ich war und hab fest gestellt, dass ich am Anfang in 5:44 unterwegs war, am Schluß zu aber schon wieder mit einer Pace von 5:20 - 5:13 unterwegs war. Ja prima, denk ich mir doch da. Läuft doch. Da könnte man sich ja fast wieder was ordentliches vornehmen, oder?
Gestern Nachmittag waren wir dann auch noch bei den Heumanns, wo es einen superleckeren veganen Geburtstagsapfelkuchen für Kerstin gab, gegessen haben wir aber natürlich alle davon. Das war eine Überraschung. Und Sojamilch für den Kaffee.
Danach musste ich mich endlich um Big-Ben-Bowser kümmern und mit ihm einen erbitterten Kampf auf der Wii liefern.

Gestickt hab ich jetzt seit Freitag kaum noch. Aber bis dahin hab ich immerhin 6 von 20 Seiten fertig gestellt. Einige Löcher sind zugemacht. Das war aber auch ein Akt der Selbstdisziplin. Es ist schließlich leichter, ein neues Terrain zu machen, wo einige Stiche am Stück gemacht werden können. Aber nein, ich bin dran geblieben und hab konsequent Stich für Stich abgearbeitet, auch wenn ich an einem Tag 100 mal den Faden wechseln musste. Das sieht dann so aus: Faden aufwickeln, einfädeln, auf der Hinterseite vernähen, ein, zwei oder drei Stiche machen, wieder vernähen, Faden raus ziehen, aufwickeln, neuen Faden nehmen, abwickeln......
Das Ergebnis war dann eben das Vollenden von 6 Seiten.
Das obere Drittel ist schon mal fertig. Dazu noch links und rechts von der Mitte ein Teil.

Wieder im Allgäu fällt mir so ein, dass ich nur noch 2 Monate in meiner jetzigen Wohnung hause. Und damit nicht alles am Schluß auf mich einstürzt, hab ich gleich wieder gezeigt, wie konsequent ich sein kann und hab über 2 Stunden Fenster und Fensterrahmen geputzt. Dann noch das Bad auf Vordermann gebracht.
Wäsche gewaschen, später aufgehängt. Also die Wäsche mein ich. Und danach noch die zweite Fuhre mit Schrott in den Wertstoffhof gekarrt. Ich denk nur 1 Sekunde darüber nach, ob ich das noch brauch oder ob ich für dieses oder jenes noch 3 Euro kriegen könnte. Ist mir zu blöd, also weg mit dem Müll. Da tuts auch nicht weh, wenn man einen 19 Zoll Monitor entsorgt, für den man vor 6 Jahren noch 500 Euro hingelegt hat, denn jetzt kriegst halt nix mehr dafür und steht bloß rum. Dazu hab ich noch 50 Bücher ausrangiert. Und dort am Wertstoffhof hat auch schon einer gewartet, der mir fast die Bücher aus der Hand gerissen hat. Bücher sind sehr begehrt im Wertstoffhof. Und wenn trifft man da noch? Genau, den Werner. Aber nur kurz hallo gesagt und auch schon wieder aus den Augen verloren.
Übrigens hab ich noch nie Laufschuhe weggeben. Das hieß, dass heute 15 oder mehr paar Laufschuhe!!! in den Container für Schuhe landeten. Wieso ich die aufgehoben hab? Gute Frage, nächste Frage.
Sooo und jetzt will ich schließlich auch mal Feierabend, werd mal eine Lampe zu mir herzerren und ein bisschen sticken.
Boah, sind die Fenster sauber.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Beeilung

Jetzt werdens dann schon drei Monate, an dem ich an dem Bild sticke.
Ich bin von 300 Arbeitsstunden ausgegangen.
Haha.
Sagen wir lieber 500 Stunden. Ob ichs noch schaff vor dem Frühlingsanfang. Schau ma mal.
Aber scheint so, als hätt ich schon 3/4 geschafft.
Die letzte Zeit hab ich immer Löcher gestopft. Das kostet Zeit. Ein paar Stiche machen und dann Faden wechseln. Oder immer wieder in anderen Ecken loslegen.


Donnerstag, 11. Februar 2010

Element of Crime

Eins ist sicher, wenn Sven Regener nach München kommt, dann schneits wie blöd.
Das war vor 4 Jahren so, das war auch gestern so.
Meine Güte, ist das schon vier Jahre her, dass Kerstin und ich beim Element of crime Konzert waren? Ja kurios.
Im Schnee fuhren wir nach München zur Kultfabrik. Wir waren rechtzeitig da, auch wenn wir brav mit 70 - 80 Sachen auf der Autobahn in das Hauptdorf von Bayern fuhren.
Also hatten wir noch Zeit in der 'Kantine' einen Veggie- Burger zu essen. War lecker.
Dann um kurz vor halb 9 machten wir uns rüber in die Tonhalle.
Äusserst gesittet gings zu. Es ist ja auch eine gewisse Klientel zugegegen, wenn Sven zum Konzert ruft. Lauter angenehme Leute, kein Kreischkids, keine Kuttenträger, keine Rocker, keine Asis o.Ä.
So standen wir ohne Körperkontakt zu anderen Leuten, obwohl ausverkauft in der Halle und horchten der äusserst seltsamen Vorgruppe. Trotzdem wurden die Leute gefeiert, wahrscheinlich, weil das so putzig war, was sie von sich gegeben haben. Waren irgendwie so Volksweisen. Weiß auch net. Aber mit sehr viel Herzblut gesungen und daher auch schön authentisch.
Dann dauerte es und dauerte es, bis endlich Sven vors Mikro trat.
Dann kamen EOC auf die Bühne. Sven blinzelte ins grelle Licht, schaute seinen Mikroständer kritisch und gleichzeitig grinsend an. War wohl nicht die richtige Höhe.
Und dann gings auch schon los.
Die neue Platte 'Immer da wo du bist, bin ich nie' wurde zum großen Teil gespielt. Auch von anderen Platten waren die Highligths dabei.
Das Titellied durfte nicht fehlen
Kopf aus dem Fenster
Am Ende denk ich immer nur an dich
Deborah
Bei 'Kaffee und Karin' gings richtig rund. Da war dann auch der letzte wach.
Dann gabs immer wieder wunderschöne Balladen. Und wer die nicht kennt, hat ja wohl einiges verpennt.
'Bitte bleib bei mir', zum Beispiel. Herrlich.
Immer wieder strahlten Kerstin und ich uns an und wussten natürlich jede Textzeile auswendig.
Wenn Sven Trompete spielte, beobachtete ich immer ganz genau, wie er spielt. Ich hab ja selber über 10 Jahre Trompete gespielt. Absolut gespannt war ich auf den allerersten Ton auf seiner Trompete. Ich hab auch schön beobachten können, wie er sich drauf konzentrierte. Wer selber das Instrument kenn, weiß wie schwer es ist, den ersten Ton wirklich exakt zu treffen. Kein Problem für Sven. Mit einem kristallklaren TAAAAA, kamen die ersten Töne und waren Ton für Ton exakt gespielt.
Sven wäre auch nicht Sven, wenn er sich was aus Outfit machen würde. Da glitzert nix, da wird einfach in Sweatshirt gesungen und nach jedem Lied ein Schluck aus der Becks Flasche genommen. Und immer wieder dieses Grinsen von ihm.
Wie gern er mit seiner Band auf der Bühne ist, merkt man spätestens daran, dass die Leute aus der Halle ziehen, obwohl die Band eine Zugabe nach der anderen gab. Ok, man kennts ja, dass eine Band 2, 3 oder auch mal 4 Zugaben gibt, aber EOC gaben 7 Zugaben. Immer wieder ging die Band von der Bühne runter, kam aber auch genauso schnell wieder hoch. Und nach jeder Zugabe verschwanden mehr Leute, im Glauben, das wärs jetzt gewesen. Ja von wegen. Und überhaupt, wenn 'Weißes Papier' nicht gespielt wurde, ist sowieso noch lange nicht Feierabend.
Mit 'Weißer Hai' gabs aber dann endgültig nach knapp 2 Stunden die letzte Zugabe. Und ein mehr als dankbares Publikum strömte grinsend und vollauf zufrieden aus der Halle.
So auch wir, es schneite und wir machten uns wieder auf den Weg zurück ins Allgäu.
Und beim nächsten mal gehen wir wieder zu unserem Sven.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Flutsch

Das war ja wieder was.
Die ganze Zeit war kein ordentliches Laufen möglich und ich muss auch gestehen, dass ich mich hin und wieder doch vorm Laufen gedrückt hab.
Schnee und Sturm und gestern noch kuscheliger Schneeregen, da hab ich einfach keine Lust gehabt. Da hab ich lieber einen auf 'Rigoros ausmisten' gemacht und vieles aus dem Dachboden geholt und zum Wertstoffhof gekarrt. Sammelt sich ziemlich viel Mist an in 15 Jahren. Nach dem Motto 'Alles muss raus'.
Warum zum Geier heb ich einen Fernseher auf, der seit 15 Jahren kaputt ist?
Warum hab ich eigentlich 4 kaputte Telefone?
Was macht die Kaffeemaschine da oben?
Wozu brauch ich einen Eierkocher?
3 Drucker???
Kein Mensch nimmt mehr die tiefen PC Monitore.
Weg damit, auch wenn manches Gerät noch funktioniert.
Bring den Vorschlaghammer mit.
Alter Schrott muss raus, neuer Schrott muss rein.
Gibt trotzdem noch einiges, was auf den Müll muss.
Muskelkater gabs übrigens kostenlos obendrauf.

Heute also wieder gelaufen. Tauwetter ist gutes Wetter.
Ich bin dann mal so 2 km vor mich hingelaufen und dann dacht ich mir, och lauf ich doch jetzt die nächsten 10 km unter 50 Minuten. Also losgelaufen und den ersten zügigen km in 4:54 gemacht. Ich bin nach Immenhofen gelaufen, bin dort im 'Stadtzentrum' höhö, umgedreht und zurück.
Fast schon in Ebenhofen hab ich dann noch einen Radler entdeckt. Der kam mir grad recht und ich hab mich aufgemacht, ihn zu versägen. Ich war schon auf 3 Meter ran, als er mich bemerkt, immer wieder mal so leicht über die Schulter guckt und dann doch einen Zahn zulegt. Mei, hat der ein Glück gehabt, dass es leicht bergab ging. Ich hab ihn trotzdem noch bis Biessenhofen gejagt, hab ihn aber nicht erwischt. Schade. Dabei hatte ich nebenbei Kilometer dabei in 4:16.
Dann nach den 10 schnellen Kilometern die Zeit gestoppt und fest gestellt, dass ich die in 45:25 gelaufen bin. Ja heeeee, geil oder? Einfach mal so aus der Hüfte raus? Mit schlappem Training und wenig Laufkilometern.
Obs vielleicht an den 1,5 kg Keksen liegt, die ich im Laufe der letzten Tage gegessen hab?
Ich finds geil.

Und gestickt wird auch noch. Es geht voran. Hier auch ein aktuelles Bild davon.
Ich mach jetzt viel Kleinkram, dass ich ein paar Löcher stopfe und dann hab ich auch wieder größere Stellen zu machen. Die sind längst nicht so anstrengend.
Schon hin und wieder lästig, wenn man ständig den Faden wechseln muss. Immer nur ein paar Stiche und immer wieder minutenlang den Plan studiert. Da raucht fei scho öfter mal der Kopf.



Und ausserdem will ich mal wieder Golf spielen. Momentan sieht das so aus, dass ich im Flur Socken mit dem Eisen 7 ins Bücherzimmer und zurück schlage. Toll.

Dienstag, 26. Januar 2010

Der Martin

Martin Kaymer hat das European PGA Tour Turnier in Abu Dhabi gewonnen.
War sauspannend anzusehen. Am letzten Loch hat er mit einem Birdie den Sack zugemacht. Bis dahin war er gleichauf mit Ian Poulter. Und von hinten kam noch Rory Mc Ilroy.
Martin ist am letzten Loch hohes Risiko gegangen und hat mit zwei Schlägen das Grün erreicht beim Par 5 Loch. Dann einen schönen Annäherungsschlag gemacht und dann noch einen 1 Meter Putt übrig gehabt. Er musste aber warten, was Poulter machte. Der schaffte nur ein Par und Martin schob den Ball zum Birdie ins Loch.
Das war schon sein fünfter Turniersieg bei der European PGA Tour.
Und in der Weltrangliste hat er einen gewaltigen Satz von Rang 14 auf Rang 6 gemacht. Und sogar Rang 5 ist in Reichweite.
Ich suche bei Kaymer immer nach einem Zeichen von Nervosität, aber nix.
Ach, das Wetter ist heute so prima, was gibt es da schöneres als eine kleine Runde aufm Golfplatz zu drehen? Scheint er sich zu denken.
Er guckt immer völlig entspannt und konzentriert durch die Gegend und hat meist ein kleines Lächeln im Gesicht. Das wurde aber zu einem breiten Lächeln, als er das Turnier gewonnen hatte.
Freut mich für Martin.
Obendrein gabs noch 250.000 € für den Sieg. Nicht viel für ein Golfturnier.

Heute hatte ich auch mal Lust etwas schneller zu laufen. Es kam so über mich und nach 2 km hab ich mal Gas gegeben und hab die nächsten 10 km in 47:10 Minuten abgerissen. Den letzten Kilometer noch in 4:18 und weils grad so nett war noch 500 Meter in einer Pace von 4:07 oben drauf gepackt. Aber dann ging mir die Straße aus. Hat auch so gereicht. Und hat sich prima angefühlt.

Samstag, 23. Januar 2010

Ohne Worte

Schwarz und Gelb

Dumm und Dümmer

Dann können wir ja bald singen


DIREKT VOR UNSER`M HAUS,
STEHT EIN SCHöNES KERNKRAFTWERK
DES IS KAPUTT UND FUNKTIONIERT JETZT
WIA A MIKROWELLENHERD
DO STELL`N MA UNSER`N SCHWEINSBROT`N
UND DE KNöDEL DANEM HI
JA BLED SAN MIR NET A SO SPOART MA ENERGIE

WIR ESSEN GRO`D ZUA MITTAG
UND RENGAN TUAT`S G´SCHEID DRAUS
MEI MUADDA HOID D`SALODSCHüSSEL
NO SCHNöLL ZUM FENSTER `NAUS
SEID`S DO DEN SAUERN REG`N GIBT
GEHT OLLES WIA VON SöIB`ST
WIR BRAUCHAN JETZT KOAN ESSIG MEHR
UND VUI` WENIGER SOIZ

SOGAR DE A.O.K SPOART SICH MIT MIR, AN HAUFA GöLD,
DA HOM`S MI LETZTE WOCH` AMOI
ZUM RöNTGEN EINE B`STELLT
KONTRASTMITTEL HOM`S KOANS BRAUCHT,
A GUATA HOT`S IM BLUAT
SAKRA` LEIT I SOG`S EICH
IN BAYERN GEHT`S UNS GUAT

EIN GANZ NEUER BERUFSZWEIG
IS ENTDECKT WOARN, DURCH DEN SCHMORRN
DO WER I IN ZWOA WOCH`N AMOI
IN IRAK OBEFOAHR`N
ALS AUFBEREITUNGSANLAG
MECHT MI I, DO DRUN`T BEWERB`N
DE SCHLECKAN SICH DORT FINGA OB
WENN`S SOWOS BILLIG KRIAG`N

WENN BAM` OLLE VARRECKA
DES GRAS TOTAL VA`WELKT
DE KIAH AM FELD D`RAUS FLOGG`A BLEIB`N,
DA STEAIERZOHLA ZOHLT`S
WENN`D NIEDABAYERN IRGENDWANN
STATT O-HA, OHU SCHREIN
UND MIR VON DO BIS LANDSHUT SENG
BLOß ZWEGN`S DEM KRAFTWERKSZEIG.

DOCH OANS BERUHIGT MI FURCHTBOAR
IS WIRKLICH AMOI SOWEIT
WENN I MIT MEINER FRAU, ZUM LETZT`N MOL
INS BETT N`EINSTEIG
DOS OLLE, WIRKLICH OLLE
VON DERA RASS` DAWISCHT
DE BIS ZUM LETZTEN AUGENBLICK
NET G`WUSST HOT WIA MA LEBT

UND DE, WO DONN AN BUNKER HOB`N
TAT I A NO GONZ GERN SENG
WIAS HUNGRIG ON AN FüNFER LUTSCH`N
UND A NIT üBERLEB`N

Hans Söllner, Das Lied von der Energie

Freitag, 15. Januar 2010

Leicht angepisst

Die Tage waren wir in und um Lyon auf Geschäftreise.
Und heute wurde zurück gefahren.
Ich fahr mit dem Hasenauto normal immer mit Tempomat. Ist angenehm, muss man nicht immer auf den Tacho gucken, denn in France ist Tempolimit von 130. Ich stell den Tempomat dann so ein, dass ich 138 km/h fahr. Wenn ich da erwischt werde, dann ist das reichlich untragisch.
Wenn eine Temporeduzierung auf 110 kommt, dann fahr ich entweder den Tempomat runter, dass ich 118 fahr, oder ich schalt ihn ab, wenns nur kurz ist.
So fuhren wir heute auf einen Tunnel zu, Tempolimit 110, etwas Verkehr. Dann seh ich rechts plötzlich ein schönes blaues Polizeiauto. Und was macht jeder im Reflex? Sieht sofort auf den Tacho. Ich registriere 108 km/h auf dem Tacho, alles Bestens. Allerdings seh ich auch, wie die Polente mit einem Gerät auf mich zeigt und dann das Blaulicht anschaltet und mir hinterher heizt. Im Tunnel fahren die neben mir her und zeigen mir an, dass ich hinterher fahren soll. Warum denn DAS? Frag ich mich und Kerstin wusste auch nicht, was das jetzt sollte. Meinte der zu sehen, dass wir nicht angschnallt waren? Störts, wenn wir im Standlicht rumfuhren? Macht doch in Frankreich jeder?! Naja, schau ma mal. Nach dem Tunnel mussten wir halten und ein Bulle zeigte mir sein hübsches Lasergerät auf dem 139 km/h angeblich gemessen wurden. Hm, vielleicht war irgendwo da hinten eine Messung, was weiss ich. Vielleicht hatte ich da 139 drauf. Ja mei, dann kostets vielleicht nen 10er. Ich habs nicht gepeilt. Bullen erzählten einen vom Hund, behaupteten, dass ich gerade einen überholt hätte und ich eben mit 139 gemessen wurde.
Dann wurde ein Strafmandat ausgestellt und ich war völlig angepisst und sagte zu Kerstin, die soll denen mal sagen, dass ich auf keinen Fall so schnell gefahren wäre. Gesagt getan, Bullen behaupteten immer noch schön, dass ich so schnell war. Kann auf jeden Fall überhaupt nicht sein, aber was soll man denn machen? Die sind zu zweit und können sagen was sie wollen. Wer sagt denn, dass die nicht jemand anderes gemessen haben und zu faul waren hinterher zu fahren? Ich hätt kotzen können.
Dann kommt Bulle 1 wieder und hält uns nen Wisch vor die Nase: 90 Euro, wenn wir innerhalb von 5 Tagen zahlen, ansonsten sinds dann 125 Euro.
Das ist doch wohl die absolute Sauerei. Und. Ich. Bin. Definitiv. Nicht. So. Schnell. Gefahren. Es kann auch nicht der Tacho kaputt sein, weil nebenbei noch das GPS das Tempo anzeigt.
Wenn ich zu schnell fahre und ich werde dabei erwischt, dann ist das ärgerlich, aber ich weiss, ich war zu schnell, ich hab das Tempolimit überschritten und hab gefälligst zu zahlen, kein Thema, dann drück ich dem Flik nen 100er in die Hand und sag, er soll sich noch einen schönen Tag machen. Auf Wiedersehen. Aber soooo geht das nicht. Für ein Vergehen, das man nicht begangen hat mal eben 90 Euro abdrücken.
Wäre Kerstin gefahren, hätte sie zudem noch Punkte bekommen.
Das kann nicht angehen.
Meine Fresse, regt mich das auf.
Ich will, dass Kerstin dagegen Einspruch einreicht. Vielleicht war der Mensch einfach zu doof zum messen? Ich nehm an, den Laser muss man gerade halten und darf ihn nicht schwenken, weil das das Ergebnis verfälscht. Das wär eine Möglichkeit.
Erwähnte ich schon, dass ich mächtig schlechte Laune habe? 150 km lang hab ich überhaupt nicht mehr eingekriegt. Sauerei.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Mein dunkles Geheimnis

Ich werd mich dann mal eben outen.
Ich hab noch ein dunkles, sehr dunkles Geheimnis.
Es ist so, dass ich mit 5 Jahren immer auf dem heimischen Sofa saß und ich immer fasziniert war, wie schnell meine Mutter stricken kann. Unfassbar schnell, die Nadeln sind nur so dahin gesaust, während Mutti entspannt Fernseh guckte und nur hin und wieder bei der Wende hinsah, was sie da eigentlich machte.
Hat mir so gut gefallen, dass ich mal gefragt hab, ob ich das auch kann.
Ich bekam einen Crashkurs und Wolle in die Hand gedrückt und dann legte ich los. Ging nicht ganz so schnell wie bei Mutti, eher recht zäh. Aber mir gefiels. Und so gabs immer wieder mal handarbeitliche Projekte, die ich gemacht hab.
Ein Highlight war eine Decke, die ich gehäkelt habe. Die mittlerweile von meinem Vater missbraucht wurde und als Dämmmaterial im Dachgebälk ihr Dasein fristet. Und ich such jahrelang nach dem guten Stück.
Dann hab ich viele Kissen gehäkelt und auch verkauft. Zum Spotpreis versteht sich.
Topflappen stapelten sich neben mir, während ich immer Ausschau nach billiger Wolle im Woolworth o.Ä. hielt.
Noch ein Großprojekt war ein geknüpfter Teppich, an dem ich monatelang gesessen bin. Es ist schon mal vorgekommen, dass mein Vater um halb 12 zur Spätschicht ging und um 20 Uhr wieder zurück kam und ich mich keinen Millimeter in der Zwischenzeit gerührt hab. Man konnte nur erkennen, dass ich noch komatös war, weil ich beim geknüpften Teppich 15 cm weiter kam.
Auch mein Teddy musste herhalten. Er bekam ungefragt nagelneue Klamotten gestrickt.
Puppen hab ich gestrickt, in solch einer Menge, dass ich sie auf einer Leine an der Mütze quer übers Bett hängte. Hin und wieder wurde eine verschenkt.
Irgendwann wars vorbei mit der Handarbeiterei. Nicht aber, bevor ich nicht den Mädels im Handarbeitsunterricht Tipps gab, wie sie die Wolle besser durch die Finger gleiten lassen konnten. Denn die Methode, die sie von der Lehrerin gesagt bekamen, war zeitaufwändiger und störte den Strickrhytmus.
Nun denn, 20 Jahre hab ich so gut wie gar nix mehr gemacht. Hier mal einen Schal, da mal ein Kasperle.
So, nun bin ich wieder mittendrin im Geschehen. Es wird gestickt, auf Teufel komm raus.
Allerdings muss ich wohl ein bisschen übermutig geworden sein. Ich mach jetzt ein Stickbild, das aus 60.000 Kreuzstichen besteht und an dem ich seit 20. November rum mache. Mal sehn, ob ich im April damit fertig bin. Aber ich muss mich dazu ganz schön ranhalten.
Man kann aber wohl auch schon langsam erkennen, was es wird.
Wenn man auf die Bilder klickt, wirds größer.






Hier noch ein Bild, das ich vor 5 Jahren gemacht hab. Das war auch schon ein gutes Stück Arbeit. Aber macht ja Spaß und gute Laune.


Dienstag, 15. Dezember 2009

Wann wirds akut?

Wenn jemand neben dir steht und dir eine Knarre an den Kopf hält, dann ist dir sicherlich bewusst, dass das ganz schön ungesund ausgehen könnte. Dann weisst du, du musst etwas tun, oder dein Teller kann zum Abendessen wieder weg geräumt werden.

Was ich sagen will ist, dass momentan in Kopenhagen der Klimagipfel abgehalten wird.
Und wie ich das schon vermutet habe, es scheint so, als gäbe es keine wirkliche Einigung.
Da wären auf der einen Seite die hochmotivierten Deutschen, die in Sachen Klimaschutz etwas mehr schaffen wollen, als zum Beispiel China und die USA.
Wie die Kinder im Sandkasten, denen man das Förmchen wegnimmt. Wenn der Chinese net mehr macht, dann machen wir auch net mehr, RABÄÄÄÄHH. Es wird mit Prozenten um sich geworfen und von Frau Hosenanzug in den Raum geworfen, dass mehr als 2° Erderwärmung nicht tolerierbar seien. Bis zum Jahre soundso soll der CO2 Ausstoß um so und soviel gesenkt werden und blah sülz schwätz.
Und was kommt raus? Ein feuchter Käse. Es wird so Wischiwaschipseudoeinigungen geben, die wenig bis gar nichts erreichen und es wird für die nächsten Jahre so weiter gemacht wie bisher. Denn in Kopenhagen ist die Knarre noch nicht am Kopf, die liegt noch in der Schublade. Und dort ist sie nicht ersichtlich, also keine weitere Gefahr.
Doch irgendwann in den nächsten Jahren wird es passieren, zunächst schleichend, dann immer schneller werdend. Wenn mal an den Malediven mit dem Wasserflugzeug gelandet wird um nach den Inseln zu tauchen, dann ist die Pistole längst abgefeuert und das Projektil nicht mehr aufzuhalten. Dann, wenn die Welt nix mehr mit dem Lied 'Im dreaming of a white christmas' anfangen kann, dann werden radikale Umbrüche erfolgen. Dann wird zwanghaft nach Wegen gesucht, obwohl alles längst zu spät ist. Da werden Elektroautos den Benziner in kürzester verdrängen. Gespeist mit Solar oder Windstrom.
Tja, die Erderwärmung. Manche sagen, es ist 5 vor 12. Aber tut mir leid, ich bin der Meinung wir haben schon halb 1 und mal so richtig verpennt.
Gut, wir müssen in Zukunft dann nicht mehr gegen Holland Fußball spielen, nur noch Wasserball, aber das ist auch schon fast das einzig gute an der Sache. Kauft lieber keine Aktien von Schneeschaufelherstellern.
Klar, wir werden sensibler was die Erderwärmung angeht, zumindest wir in Europa. Aber an Weihnachten kanns dann mit der Sensibilität nicht weit her sein, wenn ich den Weihnachtsdekorationsterror in so manchem Garten sehen muss. Nö reicht nicht, dass man einen Christbaum beleuchtet oder einen Stern im Fenster leuchten lässt, nö. Man muss schon ordentlich aufrüsten, dass Gefahr besteht, dass demnächst us Versehen eine Boeing 747 im Garten landet.
Der Trend geht immer mehr zu viel Blinkblink, viel Stromverbrauch. Ausserdem siehts grundsätzlich beknackt aus, wenn so ein leuchtender Rentierschlitten auf dem Dach blöd vor sich hinblinkt. Man kann den Scheiß auch nicht in der Neujahrswoche wieder aufräumen, nö, der Rekord bei mir im Dorf war letztes christmas, dass bei einem der Plunder sogar noch kurz vor Ostern geblinkt hat. Aufdringlich, angeberisch.

Kommen wir zu etwas völlig anderem:
Hase und ich kaufen grundsätzlich die Obdachlosenzeitung, wenn wir in Freiburg sind.
Heisst 'Der Freibürger', kostet 1,60€ und davon bekommt der Verkäufer 60 Cent. Natürlich wollen wir kein Wechelgeld.
Man kann die Leute an sehr vielen Ecken in Freiburg sehen. Das heisst, falls man sie sehen WILL.
Ich finds immer wieder interessant, vorallem in der Vorweihnachtszeit. Da wird im Fernsehen auf Rührung geschaltet und auf die Obdachlosen hingewiesen. Die armen Obdachlosen ist doch so kalt und ist doch bald Weihnachten. Oooohhhh, die armen. Da müsste man was machen.
So, sollte man.
Tja und da hab ich dieses mal ein Weilchen die Freiburger Bürger so beobachtet. Der Mann mit der Pennerzeitung steht vor einem Schaufenster. Meist stehen sie ja nur rum (eine Freibürgerin ist tatsächlich immer barfuß, Sommer wie Winter) und hoffen auf Verkäufe, aber manche wollen auch durch Ansagen auf ihre Zeitung aufmerksam machen. Und weil man mal was machen müsste, schauen die Leute entweder in den Boden, machen einen kleinen Bogen um diesen Menschen und wollen nix mit dem Penner zu tun haben. Soll was arbeiten und weniger saufen. Schade, sehr schade.
Wieviele Leute werden wohl so im Laufe eines Monats durch die Fußgängerzonen von Freiburg gehen? Ich tipp mal auf 300.000 Personen. Womöglich eher mehr.
Und wieviel Zeitungen werden wohl verkauft? Ich weiß es nicht. Aber es können nicht sehr viele sein, denn im Innenteil der Zeitung gibt es immer ein Rätsel und unter den Gewinnern gibt es drei Preise zu verlosen. Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, Obdachlose verlosen Preise.
Und jetzt ratet mal, wieviel richtige Lösungen in der Oktoberausgabe eingeganen sind. 1000?
500?
Nö, nicht ganz. Es waren 36 richtige Einsendungen. Wenn ich davon ausgehe, dass nur jeder zehnte, der die Zeitung kauft bei dem Preisausschreiben mitmacht, dann sind wir im Promillebereich, wer die Zeitung kauft. 1000 Leute gehen an den Obdachlosen vorbei, bevor einer eine Zeitung kauft.
Ja, man müsste mal was machen.
Desweiteren wird im Innenteil auch geschrieben, wer sogenanntes Arbeitsplatzsponsoring macht. Die Zeitung, die monatlich mit Existenznöten zu kämpfen hat, hat durch Spenden und durch ein Almosen der Stadt 3 kleine Arbeitsplätze in der Redaktion geschaffen. 3 Obdachlose, die vor Glück strahlen, dass sie für 360 € im Monat für ihre Zeitung arbeiten dürfen.
Das Arbeitsplatzsponsoring wird von sage und schreibe 8 Personen gemacht. 8 Personen, von vielen 100.000 Leuten, die tatsächlich etwas machen.
Macht es doch einfach mal, geht zu einem Penner eures Vertrauens und kauft ihm eine Obdachlosenzeitung ab und lest sie auch. In jeder größeren Stadt gibts so etwas. Zum Beispiel 'Biss' in München. Und man bekommt auch immer wieder einen kleinen Einblick in die verzweifelte Welt der Obdachlosen.
Dann tut man auch was, wenn es auch nur eine Kleinigkeit ist.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Wo isse denn?

Ja sag a mal. Wo ist sie denn hin? Ich such und such und find absolut nix. Nirgends. Das ist schon kurios, behaupte ich mal.
Ich schau einfach nochmal nach....
.... Ne, nix zu finden.
Aber die kann doch nicht einfach verschwunden sein?
Es ist nicht mal 4 Wochen her, da schrie uns die Bildzeitung geradezu an, dass die Schweinegrippe soooooooo schlimm, dramatisch, verheerend, Pandemie, Höllehöllehöllehölle.
Und jetzt? Kaum wirft sich ein Fußballer vor den Zug, kaum ist ein Scheich fast Pleite, kaum hat der Tiger Woods sein zehntes Gschpusi am Start, schon ist nix mehr davon zu finden. Ich guck bild.de durch. Verschwunden.
Na das sind doch mal gute Nachrichten oder? Vielleicht sponsert die Pharmaindustrie nicht mehr so viel, oder es sind endlich, endlich alle geimpft..... Oder aber die ganzen Bildkampagnen 'IMPF ODER DU BIST BALD TOT' 'DIESE FRAU WAR VOR 3 JAHREN NOCH FIT WIE EIN TURNSCHUH' fruchten einfach nicht.
Na wie auch immer, die Schweinegrippe ist also Geschichte. Kein Drama mehr, jedes Superlativ ausgereizt. Auf Wiedersehen bis zum nächsten Horrorszenario.
Es lagert bestimmt noch irgendwo die eine oder andere Tonne Gammelfleisch rum.

Samstag, 14. November 2009

Es geht voran

Es geht voran, was meine Golfkarriere betrifft.
Und jetzt hab ich auch endlich einen KLOOOOONK!!!!!! Allerdings mit 11°, nicht mit 10°. Fliegt also der Ball eine Spur höher.
Als ich mit meinem neuen Abschlaggerät auf die Driving Range bin, erstmal 5 Euro in Rangebälle investiert und probiert.
Hört sich schon geil an, wenn man mit dem Driver richtig gut trifft.
Fühlt sich auch sehr geil an, wenn der Ball so fliegt, wie man sich das vorstellt. Irre.
Sieht blöd aus, wenn man den Ball nicht richtig trifft. Tja.
Vor ein paar Tagen hab ich meine beste Runde auf dem Platz gespielt, allerdings für mich nicht wirklich offiziell, weil ich doch ein paar mal mit 2 Bällen gespielt hab und auch mal die Schlagzahl vom zweiten Ball genommen, weil der besser war. Also lass ich die imposanten 51 Schläge mal so stehen. Aber ich hab jetzt auch ein Par an der Bahn 7, einem Par 4 Loch. Den Abschlag super getroffen, danach mit dem Hybrid nicht sooo gut getroffen, aber dann mit dem Eisen 4 auf 140 Metern gerademal 1,50 Meter neben die Fahne. Und dann hab ich doch tatsächlich diesen Putt auch noch ins Loch gespielt und das obwohl es bergauf ging und ein Break nach rechts dabei ist. Da flog aber die geballte Faust in den Himmel.
Gestern war ich bei 14° wieder auf dem Platz. Natürlich war auch mehr los auf dem Platz. Aber war nett zu spielen. Aber die ersten zwei Löcher hab ich ziemlich schlecht gespielt. Ich hab zwar den Abschlag ganz nett getroffen an der ersten Bahn, war nach 3 Schlägen schon neben dem Grün, chipp zu weit, dreimal Putten, 7 Schläge, Triple Bogey. Aber hey, ich bin unzufrieden mit einem Triple Bogey.
Und dann auf die Bahn 2. Abschlag super getroffen. Ich hab das Grün direkt getroffen, aber der Ball hatte zuviel Schwung und rollte am Grün vorbei, den Abhang hinab. Und so wurden es hier auch 6 Schläge. Den ersten Chip schaffte ich nicht hoch aufs Plateu, der nächste ging zu weit, das Grün ist eh schon so wellig, also gönnte ich mir noch 3 Putts. Pfff.
Bahn 3, das Par 5 Loch lief dann wieder prächtig. Abschlag war ok, dann hab ich mit dem Eisen 7 einen kurzen Schlag gemacht, um vor dem Abhang zu landen. Klappte gut. Dann das Hybrid raus und den Ball wunderbar 140 Meter in die Prärie geschickt. Das sieht verdammt gut aus, wie der Ball ewig durch die Luft fliegt und 40 Meter Höhenunterschied nach unten hat um noch weiter zu fliegen.
Danach schön angenähert und noch zwei Putts dazu. Super, 6 Schläge gebraucht.
Bahn vier hab ich traumhaft abgeschlagen und bin 20 cm vom Wintergrün entfernt gelandet. Hier hab ich dann auch ein Par auf dem Wintergrün gespielt. Lass ich aber net gelten. Hab den Ball zurück gelegt und auf das richtige Grün gespielt. Aber halt statt 3 mit 5 Schlägen. Bin ich zu spießig?
Bahn 5: Top Abschlag, schon wieder. Dann hab ich meinen Mut zusammen genommen und das Dogleg, also eine Bahn, die einen Knick macht abgekürzt und quer über die Kuhwiese gespielt. Treff ich nicht, liegt der Ball mitten in der Wiese. Treff ich ihn, spar ich mir einen Schlag. Allerdings ist das Loch auch noch bewacht von drei Bunkern. Egal, Eisen 5 raus und einen tollen Schlag hingelegt. Wo der Ball zum liegen kam, konnt ich natürlich nicht sehen. Aber er lag dann genau 15 cm vor der Bunkerkante. Nach zwei Schlägen fast auf dem Grün. Respekt Charly. Aaaaber von hier musste ich jetzt über den Bunker spielen. Dahinter ist sofort das Grün, das aber nach hinten bergab fällt. Das kann ich nicht. Ich hab trotzdem meine Möglichkeiten ausgeschöpft, über den Bunker getroffen, aber klar, der Ball rollte 10 Meter weiter, als dort, wo die Fahne im Loch steckte. Das Grün hier ist auch sauschwer zu spielen. Und so gabs noch ein paar gepflegte Putts. Schade.
Bahn 6: Der Abschlag war grandios. Ich hab den Ball zum ersten mal so weit gespielt, dass ich auf dem Hügel zu liegen kam. Trotzdem gabs auch hier ein Double Bogey mit 6 Schlägen. War aber ok.
Bahn 7 war der Abschlag auch toll. Der Annäherungsschlag mit dem Hybrid war auch noch ok, wenn auch kurz. Noch das Eisen 5 raus. Ich wurde dabei auch noch von einer Gruppe beobachtet die auf der 8 auf den freien Abschlag wartete. Und was mach ich? Ich treff das Grün aus 110 Metern. Ha, das macht Eindruck, gell? Hier schaffte ich ein Bogey mit 5 Schlägen.
Bahn 8, ein kurzes Par 3. Der Abschlag war viel zu weit rechts. Noch einen Ball gespielt und diesen bolzengerade 2 Meter vors Grün gespielt. Aber den Ball hab ich nicht weiter gespielt, sondern den verbockten. Ich hab über den Bunker gespielt, drüber raus, Abhang runter, auf Wiedersehn. Von dort unten brauhte ich zwei Chips, bis ich auf dem Grün war und noch 2 Putts. Ärgerlich. Mit dem andern Ball hätt ich maximal 4 Schläge gebraucht. Aber heut wird net frisiert, gell?
Bahn 9 war auch wieder super vom Abschlag her. Schlecht angenähert, einigermaßen nah ans Grün und noch 2 Putts.
Das wars, das waren dann 55 Schläge. Find ich völlig in Ordnung, auch wenn ich so relativ schlecht angefangen hab. Da geht noch was.